MÄRKLINWELT
CHANCEN durch die      An einem tristen Aprilsonntag verlieren sich in der Mittagszeit einige Fans der Handballerinnen des Thüringer HC in der Göppinger Innenstadt. Auf der Suche nach einem lohnenswerten Ziel haben sie jede Menge Ausdauer, aber wenig Erfolg. Es gibt so gut wie nichts! Selbst Restaurants schließen an ihrem umsatzschwächsten Tag: dem Sonntag! Göppingen zeigt häufig das nüchterne Bild einer klassischen Industriestadt. Gibt es tatsächlich einmal einen Anlass, die Stadt zu besuchen, hier das “Final Four” des Deutschen Handball-Pokals in der EWS-Arena, finden Gäste eine nahezu geschlossene Innenstadt vor. Politik und Verwaltung im Filstal sind zwar bemüht, touristische Attraktionen und Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln. Doch hat man allzu oft den Ein- druck, dass der Fremdenverkehr nicht wirklich ernst genommen und häufig mit Naherholung verwechselt wird. Angesichts des Potenzials, das allein Göppingen mit Märklin und als Heimat der Staufer-Dynastie aufweist, ist das unverständlich. Dabei sind bei einem Projekt wie der Märklinwelt nicht allein die nackten Zahlen einer aufstrebenden Tourismusbranche ausschlaggebend, sondern auch die ide- ellen Vorteile für die eigene Bevölkerung. Der Besuch einer solchen Erlebniswelt vor der eigenen Haustür schafft Wissen und macht Spaß, die zahlreichen Märkli- nisten können Ausstellungsstücke zur Verfügung stellen, ihr Fachwissen einbrin- gen und an der Gestaltung von Miniaturwelten arbeiten und neben der Handball- Marke „Frisch Auf“ würde eine neue Möglichkeit der lokalen Identifikation ge- schaffen. Die wirtschaftliche Perspektive ist ebenfalls vielfältig und reicht von der Siche- rung der Arbeitsplätze bei Märklin über den Aufschwung für Hotellerie und Gastronomie bis zu den Standortfaktoren für die allgemeine Zukunftssicherung. Wenn man zunächst den Fremdenverkehr betrachtet, verdeutlicht ein Beispiel aus dem Nachbarlandkreis Heidenheim jenen Schub, der von der attraktiven Erleb- niswelt eines Spielwarenherstellers ausgehen kann. So führen die Tourismus- beauftragten von Giengen an der Brenz (rund 19.000 Einwohner) die stark gestie- genen Übernachtungszahlen vor allem auf die 2005 eröffnete „Welt von Steiff“ zurück. Der Tourismus habe sich mit 33.000 Übernachtungen zu einem Wirt- schaftsfaktor entwickelt, ziehe immer mehr ausländische Gäste an und tendiere mittlerweile sogar zu höherwertigen Angeboten in der Hotellerie. Daneben dürfe man aber auch nicht die große Zahl der 250.000 Tagesgäste vernachlässigen, die vor Ort im Schnitt etwa 28 Euro ausgeben würden. Sicherlich wäre es vermessen, entsprechende Prognosen für Göppingen anzustel- len. Doch wenn man sich vorstellt, dass allein der Märklin-Insider-Club 90.000 Mitglieder zählt, das „Miniatur Wunderland“ in Hamburg bei einem Eintritts- preis von bis zu 12 Euro jährlich über eine Million Besucher begrüßt und eine Märklinwelt weit mehr bieten kann als das Steiff-Museum, dann fällt es doch sehr schwer, einen Nutzen zu bezweifeln. Außerdem hätte die in Göppingen vieldis- kutierte Ansiedlung eines höherwertigen Hotels eine solidere Basis und der Han- del würde durch die Innenstadtlage der Märklinwelt und das größere Angebot wohl stärker profitieren als jener im Unterzentrum Giengen. Die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen würde auch durch einen ande- ren Weg mittel- und langfristig gesichert, da die Profilierung der Kreisstadt das Standortmarketing unterstützt. Image und Freizeitwert würden steigen, was angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger wird. Die Märklinwelt könnte also ein Stück weit dazu beitragen, nicht nur die konjunkturellen Einbrü- che im dominierenden Maschinen- und Werkzeugbau abzufedern, sondern auch den Bildungs-, Ausbildungs- und Wirtschaftsstandort generell aufrechtzuer- halten.  
MÄRKLINWELT Initiative c Übernachtungen in vergleichbaren Mittelzentren der Nachbarkreise, im Unterzentrum Giengen an der Brenz und im Landesdurchschnitt Das Steiff-Museum bietet auf drei Etagen (2.400 qm) rund 2000 Ausstellungstücke, eine Schaufertigung und einen Verkaufsraum MÄRKLINWELT
DIE NEUE                                             Für Märklin. Für Göppingen. Für alle Modellbahnfans.
MÄRKLINWELT Unterstütze die ! Mach mit! Göppingen (ca. 55.000 Einwohner) zählt knapp 80.000 Übernachtungen im Jahr, vergleichbare Städte wie Heidenheim dagegen weitaus mehr Der Abschnitt "USA" ist einer von acht Teilbereichen der Anlage, die auf 1.300 qm Platz findet und verschiedene Tageszeiten simulieren kann Über 11 Millionen Gäste kamen seit 2001 in das Wunderland, davon rund 700.000 aus Baden-Württemberg, fast 800.000 aus Bayern, knapp eine Viertelmillion aus der Schweiz und 214.000 aus Österreich WILLKOMMEN! KONZEPT STANDORT CHANCEN MYTHOS MÄRKLIN LEBT! MUSEUM HEUTE KONTAKT